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Montag, 16. Mai 2016
Schwierig
einfachdurch, 20:11h
Gestern war ich meine Großmutter in der Seniorenresidenz besuchen. Im Sommer wird sie bereits 90 Jahre alt, aber man sieht ihr zunehmend all ihr Leid und ihren Kummer an. Wenn ich ihr in ihre glasigen Augen schaue, habe ich das Gefühl sie sieht durch mich durch. Ihre Pupillen sind vom Morphin auf Stecknadelgröße geschrumpft und andauernd weint sie. Leider bin ich total machtlos dagegen und ich kann nicht mehr für sie tun als ab und an vorbeizuschauen. Und dabei habe ich ja meist selber keine Zeit oder schaffe es rein psychisch nicht ihr einen Besuch abzustatten. Ich wünschte sie wäre wenigstens gesund...
Mir geht es zum Glück ein wenig besser. Die letzten Tage über habe ich erneut mit dem Kiffen begonnen und es dadurch sogar geschafft die Neuroleptika abzusetzen. Leider ist diese Maßnahme jedoch nicht therapiekonform und ich kann nur hoffen, dass bei mir kein Drogentest gemacht wird. Die Chance medizinisches Cannabis zu bekommen und es als festen Bestandteil in die Therapie zu integrieren ist in meinem Fall leider gleich Null....
Na ja, am besten ich verliere so wenig Gedanken wie möglich an die Konsequenzen...ich treffe mich momentan oft mit Freunden und wir verbringen eine Menge Zeit in den Wäldern. Es ist schön die Vegetation und die Tiere zu beobachten - Kindheitserinnerungen kommen hoch. Als ich noch jünger war, spielten wir nahezu jeden Tag im Wald, es war jedesmal ein Abenteuer für sich. Ich bin so froh, dass ich die Chance hatte in einer so malerisch schönen und natürlichen Umgebung groß zu werden und, dass ich Freunde hatte die nicht nur den ganzen Tag vor ihren Handys gehockt haben wie die Jugendlichen von heute...
Nun aber zu dem was mich momentan mit am meisten bedrückt: Vorgestern sind ich und einer meiner besten Freunde ein Mädchen aus meinem Kurs besuchen gegangen. Während dem langen Fußweg sagte er mir, dass er sich nun (nach fast 4 Jahren) von seiner Freundin getrennt hatte. Auch wenn ich davon mehr oder weniger wusste, war das letztlich doch ein riesen Schock für mich. In letzter Zeit hatte ich mich gut mit seiner Ex angefreundet und mittlerweile war sie zu einem festen Bestandteil unserer Gruppe geworden; jeder von uns anderen kannte die beiden nur noch im Doppelpack. Manche aus dem engeren Freundeskreis wissen noch gar nichts davon und die, die es wissen fragen sich nun, wie wir die nächste zeit angehen werden. Das schließt auch mich mit ein. Erst vor kurzem hatte ich einen guten Freund wegen einer Trennung verloren (seine Ex hatte ihn zunehmend aus der Gruppe verdrängt) und ich hatte nicht einmal die Chance etwas dagegen zu unternehmen. Auch jetzt wird sich wieder die Wahl stellen: ihn oder sie? Die Komplikation wird weiter zunehmen, wenn sich die beiden auch noch streiten. SIE hat extra wegen ihm die Schule gewechselt und nur eine wirkliche Freundin - sie hat ihr ganzes altes Umfeld wegen IHM aufgegeben. Wenn wir SIE nun ihm Stich lassen steht ihr eine harte Zeit bevor. Wenn ich meinen Freund im Stich lasse wäre ich wohl das gigantisches Arschloch schlechthin. Viele könnten an dieser Stelle wohl mit Leichtigkeit eine Entscheidung fällen, würden sich sagen "Ich verrate doch nicht meinen Freund wegen der Ollen, es ist vorbei und sie hat nichts mehr bei uns verloren", aber ich kann sowas nicht ohne weiteres.
So ich hoffe das war jetzt irgendwie nachvollziehbar, war ja mal wieder viel durcheinander. Ich werde gleich zu einem alten Schulfreund aufbrechen und dort übernachten. Selbstverständlich wird wohl auch viel gekifft werden.
Ich hoffe ihr könnt eure freien Pfingsttage genießen und euch gehörig erholen.
Grüße Jens.
Mir geht es zum Glück ein wenig besser. Die letzten Tage über habe ich erneut mit dem Kiffen begonnen und es dadurch sogar geschafft die Neuroleptika abzusetzen. Leider ist diese Maßnahme jedoch nicht therapiekonform und ich kann nur hoffen, dass bei mir kein Drogentest gemacht wird. Die Chance medizinisches Cannabis zu bekommen und es als festen Bestandteil in die Therapie zu integrieren ist in meinem Fall leider gleich Null....
Na ja, am besten ich verliere so wenig Gedanken wie möglich an die Konsequenzen...ich treffe mich momentan oft mit Freunden und wir verbringen eine Menge Zeit in den Wäldern. Es ist schön die Vegetation und die Tiere zu beobachten - Kindheitserinnerungen kommen hoch. Als ich noch jünger war, spielten wir nahezu jeden Tag im Wald, es war jedesmal ein Abenteuer für sich. Ich bin so froh, dass ich die Chance hatte in einer so malerisch schönen und natürlichen Umgebung groß zu werden und, dass ich Freunde hatte die nicht nur den ganzen Tag vor ihren Handys gehockt haben wie die Jugendlichen von heute...
Nun aber zu dem was mich momentan mit am meisten bedrückt: Vorgestern sind ich und einer meiner besten Freunde ein Mädchen aus meinem Kurs besuchen gegangen. Während dem langen Fußweg sagte er mir, dass er sich nun (nach fast 4 Jahren) von seiner Freundin getrennt hatte. Auch wenn ich davon mehr oder weniger wusste, war das letztlich doch ein riesen Schock für mich. In letzter Zeit hatte ich mich gut mit seiner Ex angefreundet und mittlerweile war sie zu einem festen Bestandteil unserer Gruppe geworden; jeder von uns anderen kannte die beiden nur noch im Doppelpack. Manche aus dem engeren Freundeskreis wissen noch gar nichts davon und die, die es wissen fragen sich nun, wie wir die nächste zeit angehen werden. Das schließt auch mich mit ein. Erst vor kurzem hatte ich einen guten Freund wegen einer Trennung verloren (seine Ex hatte ihn zunehmend aus der Gruppe verdrängt) und ich hatte nicht einmal die Chance etwas dagegen zu unternehmen. Auch jetzt wird sich wieder die Wahl stellen: ihn oder sie? Die Komplikation wird weiter zunehmen, wenn sich die beiden auch noch streiten. SIE hat extra wegen ihm die Schule gewechselt und nur eine wirkliche Freundin - sie hat ihr ganzes altes Umfeld wegen IHM aufgegeben. Wenn wir SIE nun ihm Stich lassen steht ihr eine harte Zeit bevor. Wenn ich meinen Freund im Stich lasse wäre ich wohl das gigantisches Arschloch schlechthin. Viele könnten an dieser Stelle wohl mit Leichtigkeit eine Entscheidung fällen, würden sich sagen "Ich verrate doch nicht meinen Freund wegen der Ollen, es ist vorbei und sie hat nichts mehr bei uns verloren", aber ich kann sowas nicht ohne weiteres.
So ich hoffe das war jetzt irgendwie nachvollziehbar, war ja mal wieder viel durcheinander. Ich werde gleich zu einem alten Schulfreund aufbrechen und dort übernachten. Selbstverständlich wird wohl auch viel gekifft werden.
Ich hoffe ihr könnt eure freien Pfingsttage genießen und euch gehörig erholen.
Grüße Jens.
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