Samstag, 6. August 2016
Langeweile in den Ferien
Abend Leute,

die Schulferien in NRW sind nun bereits über die Hälfte rum und bei mir passiert momentan genau nichts.

Ich sitze eigentlich nur den lieben langen Tag zuhause, rauche Pott und ziehe mir ab und an ein paar Psychedelika rein. Erst vor ein paar Tagen war ich bei meinem Doc und hab mir ein anderes Medikament zur Sedierung verschreiben lassen. Nun bekomme ich Doxepin 25mg und hoffe mal, dass dies angenehmer wirkt.

In den folgenden Tagen werde ich mich vermutlich wieder mit ein paar Freunden treffen. Gerade neige ich nämlich eher dazu hier etwas zu vereinsamen.

Ich glaub ich zieh mir jetzt ein paar Dokus rein.

Schönen Abend noch!

... link (0 Kommentare)   ... comment


Dienstag, 26. Juli 2016
Wieder @ home
So, guten Abend Leute!

Mittlerweile bin ich wieder aus dem Urlaub zurück und somit ist die Zeit des "Faulamseerumliegens" für dieses Jahr vorbei. Im Urlaub hab ich im Übrigen abgesehen von meinen Antidepressiva nur Koffein und ein wenig Kanna zu mir genommen.

Generell hatte ich viel Zeit zum erholen und relaxen. Die Letzte Ferienwoche war im übrigen ziemlich langweilig und entspannt; zuvor waren ich und ein Freund auf der Ruhr in Love wo ich 5-MAPB, MDMA und Amphetamin ausprobiert habe. Die Party war ziemlich geil und wir werden sie wohl nächstes Jahr wiederholen. Mit Ecstasy habe ich mich an dem Abend angefreundet (naja mehr verliebt) und bin so schließlich mit 2 Teilen und einem Baggy voll Speed nach Hause marschiert.

Seit ich wieder da bin, hab ich direkt mit dem Kiffen, mit Psychedelika und mit Amphetamin angefangen. Irgendwie kann ich momentan nicht nüchtern leben. Kommende Woche werde ich dann auch mal Pilze austesten. Hab dafür bereits meine Venlafaxin-Dosis herabgesetzt.

Im Übrigen hab ich angefangen mit einem Mädel aus meinem Kurs zu schreiben. Ist ne ziemlich nette und ich denke da kann sich eine gute Freundschaft entwickeln.

Gerade fällt mir auf, dass mein letzter Eintrag hier genau einen Monat her ist. Etwas lange...aber egal, ich war ja auch zwischenzeitlich weg!

In den folgenden Tagen, werde ich erneut einen Termin bei meinem beaufsichtigenden Facharzt haben und auch meine Psychologin wiedersehen. Diese weiß noch nichts von meinem Konsum. Ich werde es ihr allerdings auch nicht gegenüber erwähnen, um meinen Therapieplatz nicht zu gefährden. Manchmal habe ich eh das Gefühl, dass ich die Therapie nur zur Befriedigung meines Gewissens mache, sozusagen um mir nachher einreden zu können, ich hätte wenigstens etwas gegen meine Probleme unternommen.

Wo diese Probleme liegen könnten, wissen wir im Übrigen immer noch nicht. Momentan geht es mir gut und ich lebe für den Moment, plane nicht zu weit voraus und genieße die guten Momente. Eher habe ich angst vorm Winter, in dem die Depressionen vermutlich wieder zunehmen werden.

Gestern ist mir auch mal aufgefallen, dass ich mich seit den vergangenen Jahren total verändert habe. Allein im Umgang mit Menschen. Ich hab mittlerweile mit Leuten zu tun, die ich früher wegen ihrer Gesetzeswidrigkeit, ihrem Aussehen oder ihrem Lebensstil verabscheut habe. Ich fühle mich in der Gegenwart dieser Leute immer noch ein Stück weg unwohl, wenn ich meinen behüteten Lebensstil berücksichtige, aber trotzdem bin ich froh da zu sein wo ich bin.

Ich hoffe der Text hier erscheint nicht zu wirr, ich bin gerade etwas verplant im Kopf. Ich werde fehlendes anmerken und mich zeitnah um eine Strukturierung des Blogs bemühen. Bis dahin, werde ich erstmal ein paar andere Dinge erledigen müssen.

Hoffentlich könnt ihr euren Feierabend noch genießen und habt noch genug Kraft für die zweite Hälfte der Woche übrig!

Liebe Grüße Jens

... link (0 Kommentare)   ... comment


Sonntag, 26. Juni 2016
Extrem High
Abend, ich bins mal wieder und ja, wie der Titel schon verlauten lässt, bin ich extrem high.

Ab nun werde ich die Einträge mal ein bisschen aufgliedern, damit ihr wisst was euch in den Abschnitten erwartet und ihr besser entscheiden könnt, was euch interessiert und was nicht.

Drogen/Medikamente: Momentan kiffe ich täglich mehrmals und hab mir dazu gerade noch was Kanna (ein SSRi) reingeknallt. Momentan sind Momente wie dieser die einzigen, in denen ich mich wie ein normaler Mensch fühlen kann. Ich weiß nicht genau woran es liegt, aber so geht es mir besser, als wenn ich nichts nehme. Da ich nächstes Wochenende 5-MAPB einnehmen werde, habe ich das Venlafaxin (Antidepri) abgesetzt. Somit sollte es zu keinerlei nennenswerten Nebenwirkungen in meinem Serotoninhaushalt kommen. Vom Melperon (Schlaftabletten) bin ich durchs Haschöl auch weiterhin abstinent.

Schule: Mit dem Unterricht sind wir merklich durch. Momentan werden nur noch Filme geschaut und auch die Art des Unterrichts ist zu meiner Freude leichter geworden. Mir fällt gerade auf, dass ich mittlerweile jeden aus der Stufe kenne und mit echt vielen befreundet bin oder mich gut mit ihnen verstehe. Wenn ich bedenke, dass ich früher als Streber abgestempelt wurde und nur einen kleinen Freundeskreis hatte, hab ich mich seit den letzten Jahren gut gemacht. Meine Noten werden im Übrigen auch relativ gut ausfallen. Ich rechne mit einem schlechten 1er-Schnitt. Die Klausur, für die ich meine Einladung zum Übernachten bei einer Freundin ausgeschlagen habe, habe ich übrigens mit einer 1- bestanden. Der Verzicht hat sich also ausgezahlt!

Familie und Privates: Mit meinen Eltern verstehe ich mich relativ gut. Innerhalb der Familie gibt es momentan kaum streit und das Zusammenleben klappt prima. Dennoch werde ich weiterhin an meinem Plan festhalten mein Elternhaus (vorübergehend) direkt dann zu verlassen, wenn ich die Möglichkeiten dazu habe. Momentan ist es einfach das, was ich will und für richtig halte. Mal schauen, ob ich ein Auslandsjahr in Australien mache oder ob ich ein FSJ oder ein Studium einlege.

Freunde und Beziehungen: Momentan läuft alles im Freundeskreis relativ rund. Ich würde zwar eigentlich gerne mal wieder etwas mehr mit meinen Leuten unternehmen, dass geht jedoch leider gerade überhaupt nicht, da die Anderen meistens schon etwas zu tun haben. Andererseits könnte ich noch festhalten, dass ich gerade ein wenig "verliebt" bin. Naja bzw. ich hab momentan mal wieder etwas mehr Lust aufs andere Geschlecht im allgemeinen. Mal schauen was sich so entwickelt, mir geht es nicht darum, eine funktionierende Beziehung aufzubauen. Einfach mal ein paar nette Abende oder Dates reichen mir da eigentlich schon. Wie ich mich kenne, hab ich dann eh wieder keine Lust mehr :)

Ich wünsche euch allen noch eine erfrischende und erholsame Samstagnacht, viel Spaß beim Feiern oder einfach nur dabei erholsamen Schlaf zu finden!

Peace

lg Jens

... link (0 Kommentare)   ... comment


Donnerstag, 16. Juni 2016
Schule fast vorbei...
Langsam nähern wir uns den Ferien und der Druck fällt von mir ab. Nur noch eine Klausur ist zu schreiben und meine Versetzung ist vorerst gesichert.

Das lässt viel Zeit übrig um sich mit dem Leben auseinanderzusetzen und naja...um seine Schmerzen irgendwie zu betäuben. Nach ca. 2 Wochen Pause habe ich jetzt wieder täglich zu Kiffen angefangen. Die Antidepris versuche ich weiterhin regelmäßig zu nehmen. Von den Schlaftabletten bin ich mittlerweile weg und auch auf meinen abendlichen Haschöl-Konsum, bin ich nur noch bedingt angewiesen.

Nun werde ich die nächste zeit etwas ruhiger angehen lassen und dann steht auch schon das erste mal Ecstasy auf einem großen Festival vor der Tür.

In der Schule machen wir momentan nur noch Lappalien und ich hoffe, dass ich in der nächsten Zeit einmal dazu komme, diesen Blog ein wenig aufzuräumen und vielleicht eine Art separates "Konsumtagebuch" zu führen. Außerdem versuche ich generell wieder ein wenig öfter hier zu dokumentieren.

So das wars vorerst von mir, wollte nur mal durchblicken lassen, dass es mir gut geht.

Ich wünsche euch schon mal allen einen schönen Start in den Sommer, Peace! :)

... link (0 Kommentare)   ... comment


Montag, 16. Mai 2016
Schwierig
Gestern war ich meine Großmutter in der Seniorenresidenz besuchen. Im Sommer wird sie bereits 90 Jahre alt, aber man sieht ihr zunehmend all ihr Leid und ihren Kummer an. Wenn ich ihr in ihre glasigen Augen schaue, habe ich das Gefühl sie sieht durch mich durch. Ihre Pupillen sind vom Morphin auf Stecknadelgröße geschrumpft und andauernd weint sie. Leider bin ich total machtlos dagegen und ich kann nicht mehr für sie tun als ab und an vorbeizuschauen. Und dabei habe ich ja meist selber keine Zeit oder schaffe es rein psychisch nicht ihr einen Besuch abzustatten. Ich wünschte sie wäre wenigstens gesund...

Mir geht es zum Glück ein wenig besser. Die letzten Tage über habe ich erneut mit dem Kiffen begonnen und es dadurch sogar geschafft die Neuroleptika abzusetzen. Leider ist diese Maßnahme jedoch nicht therapiekonform und ich kann nur hoffen, dass bei mir kein Drogentest gemacht wird. Die Chance medizinisches Cannabis zu bekommen und es als festen Bestandteil in die Therapie zu integrieren ist in meinem Fall leider gleich Null....

Na ja, am besten ich verliere so wenig Gedanken wie möglich an die Konsequenzen...ich treffe mich momentan oft mit Freunden und wir verbringen eine Menge Zeit in den Wäldern. Es ist schön die Vegetation und die Tiere zu beobachten - Kindheitserinnerungen kommen hoch. Als ich noch jünger war, spielten wir nahezu jeden Tag im Wald, es war jedesmal ein Abenteuer für sich. Ich bin so froh, dass ich die Chance hatte in einer so malerisch schönen und natürlichen Umgebung groß zu werden und, dass ich Freunde hatte die nicht nur den ganzen Tag vor ihren Handys gehockt haben wie die Jugendlichen von heute...

Nun aber zu dem was mich momentan mit am meisten bedrückt: Vorgestern sind ich und einer meiner besten Freunde ein Mädchen aus meinem Kurs besuchen gegangen. Während dem langen Fußweg sagte er mir, dass er sich nun (nach fast 4 Jahren) von seiner Freundin getrennt hatte. Auch wenn ich davon mehr oder weniger wusste, war das letztlich doch ein riesen Schock für mich. In letzter Zeit hatte ich mich gut mit seiner Ex angefreundet und mittlerweile war sie zu einem festen Bestandteil unserer Gruppe geworden; jeder von uns anderen kannte die beiden nur noch im Doppelpack. Manche aus dem engeren Freundeskreis wissen noch gar nichts davon und die, die es wissen fragen sich nun, wie wir die nächste zeit angehen werden. Das schließt auch mich mit ein. Erst vor kurzem hatte ich einen guten Freund wegen einer Trennung verloren (seine Ex hatte ihn zunehmend aus der Gruppe verdrängt) und ich hatte nicht einmal die Chance etwas dagegen zu unternehmen. Auch jetzt wird sich wieder die Wahl stellen: ihn oder sie? Die Komplikation wird weiter zunehmen, wenn sich die beiden auch noch streiten. SIE hat extra wegen ihm die Schule gewechselt und nur eine wirkliche Freundin - sie hat ihr ganzes altes Umfeld wegen IHM aufgegeben. Wenn wir SIE nun ihm Stich lassen steht ihr eine harte Zeit bevor. Wenn ich meinen Freund im Stich lasse wäre ich wohl das gigantisches Arschloch schlechthin. Viele könnten an dieser Stelle wohl mit Leichtigkeit eine Entscheidung fällen, würden sich sagen "Ich verrate doch nicht meinen Freund wegen der Ollen, es ist vorbei und sie hat nichts mehr bei uns verloren", aber ich kann sowas nicht ohne weiteres.

So ich hoffe das war jetzt irgendwie nachvollziehbar, war ja mal wieder viel durcheinander. Ich werde gleich zu einem alten Schulfreund aufbrechen und dort übernachten. Selbstverständlich wird wohl auch viel gekifft werden.

Ich hoffe ihr könnt eure freien Pfingsttage genießen und euch gehörig erholen.

Grüße Jens.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Sonntag, 24. April 2016
Lebenszeichen
Hey, hier bin ich mal wieder.

Die letzte Woche war ziemlich stressig und darum bin ich nicht dazu gekommen aktuelle Beiträge zu verfassen. Momentan geht es mir jedoch gut: Dadurch das mir der Substidoc Medikamente verschrieben hat, hat sich mein Zustand weitestgehend stabilisiert und ich habe es sogar geschafft, die ganze letzte Woche in die Schule zu gehen; ein riesen Erfolg für mich!

Dazu kommt, dass ich stark geblieben bin, als mir angeboten wurde bei meinen Freunden mitzukiffen. Wenn es so weiter geht, bin ich vorerst auf einem guten Weg und mein Terminkalender ist auch wieder ein wenig ertragbarer geworden. Zwar stehen aktuell eine Menge Hausaufgaben an, aber ich bin zuversichtlich, dass ich diese schaffen werde und wieder vermehrt in den Alltag zurückfinde.

Demnächst werde ich wieder ein wenig umfangreicher schreiben, aber ich wollte mal den aktuellen Stand durchgeben und ein kleines Lebenszeichen von mir geben.

Ich wünsche euch viel Kraft und Durchhaltevermögen für die nächste Woche und hoffe das es euch allen gut geht,

Peace, Jens

... link (0 Kommentare)   ... comment


Dienstag, 12. April 2016
Auf dem Sprung...
Hey,

wie der Name des Eintrags schon vermuten lässt, muss ich gleich zu einem meiner nächsten Termine. Ich war gerade beim Psychiater und ich bin fassungslos:

Ich beschreibe mal was dort vorging:

- Ich ging also mit meinen Eltern in die Praxis und wurde schnell aufgerufen und nett begrüßt

- Der Herr Doktor hat mich dann ein bisschen von meinen Problemen erzählen lassen

- Dann hat er sich (fast andauernd auf die perverseste Art und Weise grinsend, die man sich bei einem menschlichen Wesen nur vorstellen kann - es war einfach nur sadistisch) über meine Verantwortungslosigkeit aufgeregt anstatt an meinen eigentlichen Problemen anzusetzen - noch schlimmer: er hat mich diese gar nicht im vollen Umfang erzählen lassen

- Ich muss mich also noch vor Ort irgendwie rechtfertigen, ja fast verteidigen und werde an allen Ecken und Kanten nur kritisiert - dem Thema kommen wir immer noch nicht näher.

- Er und ich führen fast schon eine (völlig unangebrachte) Fachdiskussion und ich habe das Gefühl, dass er der rechthaberichste Mensch ist, der mir je untergekommen ist. Zudem bringt er inkompetente Aussagen. Er sagt z.B. Dinge wie wir befänden uns ja bei der Sache in der Biologie und mit Physik habe das gar nichts zu tun...so begründet er, dass nicht jeder Mensch berechenbar auf Medikamente anspringt.

- Ich (zu diesem Zeitpunkt schon durch mit ihm) versuche ihn durch gespielte Mimik mit seiner eigenen Waffe zu schlagen und er fragt mich dann allen ernstes ob ich wüsste, dass ich ein schwieriger Patient sei. Ich dann zu ihm "und sie wissen, dass ich gerne gehen würde" und so habe ich das Zimmer ohne auch nur 1 Wort onpoint über meine Therapie zu reden wieder verlassen.

Ich hatte ihn im Übrigen darauf angesprochen, dass ich mich gerne über eine Medikation unterhalten würde oder ob er Vorschläge habe. Als mir meine Selbstmedikation dann zum zehnten mal vorgeworfen und ich als naives Kleinkind dargestellt wurde (alles auch vor meinen ELTERN), schlug er mir dann vor mich, wenn ich bereit bin regelmäßig Drogentests (auf Privatkosten!!!) durchzuführen, zu therapieren.

Das er mir wirklich null zugehört hatte, war mir dann letzten endes auch klar und das schlimmste, er hat mich wirklich die ganze zeit zynisch angegrinst und selbst die Cheshire Cat aus Alice im Wunderland wäre wohl ein Witz gegen ihn gewesen.


Meine Eltern meinten nachher, er hätte im Nachhinein nur gut über mich geredet und würde mich auch nicht als Drogensüchtigen einschätzen. Als ich davon erfuhr ist mir echt der Kragen geplatzt. Mich vergrault er aus seiner Praxis, dann redet er 20min mit meinen Eltern hinter meinem Rücken (echt lustig, dass ich wie so oft nicht einmal bei meiner eigenen Therapie anwesend bin) vergleichsweise die paradoxesten Dinge und das obwohl er an meinem Verhalten ständig jene Zwiespältigkeit angemeckert hat?!?!?!

Als ich dann wieder im Wartezimmer saß, habe ich erstmal einmal drauf los geweint und bin mit Suizidgedanken und weitaus unklarerer Linie aus der Praxis rausgegangen. Ich war komplett fertig mit den Nerven und die ganze Heimfahrt über den Tränen nahe.

Mehr möchte ich an dem Punkt auch nicht dazu schreiben, zumal ich ja gleich noch einmal mit meiner Therapeutin gehe.

Ich hoffe der Titel meines Beitrages wird sich nicht noch als zweideutig entpuppen...

lg Jens

... link (2 Kommentare)   ... comment


Sonntag, 10. April 2016
Cyber-Nostalgie
In letzter Zeit und so auch eben habe ich mal wieder etwas mehr auf Youtube gestöbert. Da mir viele Leute dort unsympathisch waren (und teils auch noch sind), hatte ich mit der Zeit meinen ursprünglich exzessiven Youtube-Gebrauch für eine längere Episode eingestellt.

Nun zum eigentlichen Thema. Ich verfolge momentan eine kleine Youtuberin, welche relativ offen mit ihren psychischen Problemen umgeht. Dabei bin ich auf eine Let's Play-Reihe gestoßen, die mich erstmals seit langem wieder für längere Zeit vor den Bildschirm gespannt hat. Ich poste mal eben einen Link... https://www.youtube.com/watch?v=2O60VdQnx3A
Das dazugehörige Spiel heißt "Life is strange" und ich muss sagen, dass ich das erste mal seit langem wieder eine gewisse Art von emotionaler Gerührtheit; von wirklichen Emotionen spüre. Wenn ihr mal etwas Langeweile habt und euch für ruhige aber dennoch sehr liebevoll gestaltete Spiele begeistern könnt, ist das wohlmöglich das richtige für euch. Sollte einer ähnliche Spiele mit Tiefgang und detailverliebter ruhiger Atmosphäre kennen, wäre ich ihm dankbar mich darüber in Kenntnis zu setzen. :)

Manchmal sind es halt einfach die kleinen Dinge wie diese, die in einer Welt voller Sch**ße für jemanden wie mich den Unterschied zwischen Leiden und Leben Lieben schaffen.

Es ist einfach bewundernswert wenn ich bedenke wie kraftlos und voller Sorgen ich noch eben war. Eine Kapsel rein, ein Video an und schwupp! Schon schwelge ich in einer Menge von Erinnerungen - Erinnerungen die mir das Wasser in die Augen treiben und mich mit einem grundsätzlichen Gefühl von Wonne, Vollkommenheit und Dankbarkeit erfüllen. Irgendetwas hat mich an dem Spiel zutiefst gerührt, etwas lange vergessenes und trotzdem kann ich mich an die schönen Gedanken erinnern.

So habe ich auch genug Kraft um sowohl hier, als auch abseits vom Internet ein paar Zeilen zu schreiben und ein wenig zu reflektieren.

Ihr glaubt gar nicht, wie ich Momente wie diese in Zeiten wie diesen genieße. Unglaublich schön

... link (0 Kommentare)   ... comment


Sonntag, 10. April 2016
Woche fast vorbei
So, es ist Samstag Abend und mir geht es im Vergleich zum "Höhenflug" der vergangenen Tage wieder ein wenig schlechter. Habe deshalb eben wieder etwas Tavor und Amitriptylin genommen. Letzteres nur da es mich verdammt müde macht, denn eigentlich möchte ich mir nicht ohne gravierenden Grund irgendwelche Pharma-SSRI reinziehen. Ich hoffe, dass mir der Substi-Doc am Dienstag Zugang zu legalem Tavor eröffnet und ich von ihm eine angemessene Behandlung bekomme.

Bis dahin muss ich jedoch noch fast 3 Tage warten - 3 Tage für die ich wenigstens diesmal genug Vorräte übrig habe um mich über Wasser halten zu können. Hoffentlich lohnt sich das Ausharren wenigstens.

Ich denke den restlichen Abend über werde ich noch eine Doku schauen und ein wenig im Internet surfen.

Wünsch euch ein schönes Restwochenende!

lg Jens

... link (0 Kommentare)   ... comment


Mittwoch, 6. April 2016
Leiden
Nachdem ich die Schule bereits gestern früher als eigentlich gewollt verlassen musste, erging es mir heute ähnlich. Als ich im Flur ankam wurde mir mitgeteilt, dass ich wohl die ersten 4 Schulstunden frei haben würde. Da ich bereits während dem warten im Gang starke Bauchschmerzen, Übelkeit und Kopfschmerzen hatte, habe ich mich von meiner Mutter abholen lassen.
Auch diese Nacht war sehr schlaflos und so habe ich mir jetzt Lorazepam und Amitriptylin einverleibt um sowohl meinen Gedankenterror zu beruhigen, als auch ein wenig Schlaf zu finden.

Mein Kopf fühlt sich an wie ein Pudding, aber auch dieses merkwürdige und unbekannte Gefühl ist mir lieber, als mit dem Stress und der Depression alleine gelassen zu werden.
Ansonsten fehlen mir gerade jegliche Anhaltspunkte um ohne Medis durch den Tag zu kommen - ich bin echt fertig mit der Welt.

lg Jens

... link (4 Kommentare)   ... comment